Mit Hilfe der Initiative „Jugend in Arbeit plus“ werden arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene bei der Suche nach einer Arbeitsstelle durch Fachkräfte der Handwerkskammer unterstützt.
Sie haben so die Chance, sich zu qualifizieren, Berufserfahrung zu sammeln und im Berufsleben Fuß zu fassen.

„Es wäre eine Schande“

„Jugend in Arbeit plus“ soll eingestellt werden

Jugend in Arbeit plus

Düsseldorf. Das Programm „Jugend in Arbeit plus“ fördert die berufliche Integration von jungen Erwachsenen und begleitet diese in eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Dabei ist es eine der erfolgreichsten arbeitsmarktpolitischen Einzelmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. So wurden seit Beginn bis Ende 2017 etwa 45.000 junge Menschen in ein Arbeitsverhältnis vermittelt.

Kennzeichnend für das Programm ist die enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Dazu zählen die Arbeitsagenturen und Jobcenter, die Berater der Träger sowie die Fachkräfte der Kammern. Eine intensive Beratung der Jugendlichen im Vorfeld und eine passgenaue Vermittlung in Betriebe sowie eine anschließende mehrmonatige Begleitung der Betriebe und ihrer neuen Mitarbeiter sind dabei die zentralen Gelingensfaktoren von „Jugend in Arbeit plus“.

Auch Betriebe profitieren vom Programm: „Durch Jugend in Arbeit plus haben wir einen jungen Mann mit schlechter Prognose eingestellt. Durch die Unterstützung der Handwerkskammer Aachen sowie des Arbeitsamts haben wir den Schritt gewagt und diesem jungen Mann eine Chance gegeben. Wir bereuen diesen Schritt nicht. Er hat sich als unentbehrlich für unseren Betrieb gezeigt. Ich denke nicht, dass wir ohne die Fürsprache der Handwerkskammer den Schritt gewagt hätten, den jungen Mann einzustellen“, so die Einschätzung der Tischlerei „RaumObjekt Hammermeister“ aus Heinsberg.

Mit Hilfe der Initiative „Jugend in Arbeit plus“ werden arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene bei der Suche nach einer Arbeitsstelle durch Fachkräfte der Handwerkskammer unterstützt und haben so die Chance, sich zu qualifizieren, Berufserfahrung zu sammeln und im Berufsleben Fuß zu fassen.



Mit finanzieller Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 22. Januar kündigte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann an, das vom Europäischen Sozialfonds und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderte Programm „Jugend in Arbeit plus“ trotz der erfolgreichen Vermittlungsergebnisse nach Ablauf des aktuellen Förderzeitraums (Dezember 2018) auslaufen zu lassen.

Dies würde nicht nur für den Handwerksbetrieb aus Heinsberg einen spürbaren Verlust darstellen: „In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr junge Menschen ziemlich orientierungslos in ihre berufliche Zukunft starten, wäre es eine Schande, das Projekt ‚Jugend in Arbeit‘ einzustellen. Diese jungen Menschen brauchen Führung und Hilfe und wir als Betrieb brauchen den richtigen Ansprechpartner, um solch einem jungen Menschen eine Chance zu geben“, betonen Andrea und Thomas Hammermeister

Das Programm „Jugend in Arbeit plus“ wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.