Teamwork zur Umsetzung der Klimaschutzziele: Dr. Markus Kremer (Stadt Aachen), Marco Herwartz (Präsident der Handwerkskammer Aachen), Ludwig Voß (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen) und Peter Deckers (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer) erwarten eine steigende Nachfrage an Handwerksunternehmen. Foto: Elmar Brandt
Handwerkskammer Aachen
Teamwork zur Umsetzung der Klimaschutzziele: Dr. Markus Kremer (Stadt Aachen), Marco Herwartz (Präsident der Handwerkskammer Aachen), Ludwig Voß (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen) und Peter Deckers (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer) erwarten eine steigende Nachfrage an Handwerksunternehmen. Foto: Elmar Brandt

Anpacken für ein besseres Klima

News 10.05.2021

Handwerkskammer, Stadt Aachen und Kreishandwerkerschaft verstärken Zusammenarbeit und werben für bauliche Veränderungen.

Aachen. Die Stadt Aachen, Handwerkskammer Aachen und Kreishandwerkerschaft Aachen verstärken ihre Zusammenarbeit, um die städtischen Klimaschutzziele gemeinsam umzusetzen. Auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030 sind bauliche Veränderungen notwendig wie zum Beispiel die Installation von Solaranlagen oder eine energetische Gebäudesanierung. Bereits jetzt verzeichnen die Handwerksunternehmen in der Region eine hohe Nachfrage an klimafreundlichen Maßnahmen. Sie wird sicher weiter zunehmen.

Für die Stadt Aachen hat der 19. Juni 2019 eine ganz besondere Bedeutung. Denn an jenem Tag rief der Stadtrat den Klimanotstand aus. Dies war der Auftakt für eine Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) wurde im Sommer 2020 verabschiedet und umfasst zahlreiche Bausteine, unter anderem im Bereich Mobilität. Der Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die energetische Gebäudesanierung sind zentrale Bestandteile des IKSK, die mit Förderprogrammen für Privatpersonen und Unternehmen gefördert werden.

Der Präsident der Handwerkskammer Aachen, Marco Herwartz, begrüßt den Einsatz der Stadt für den Ausbau der Solarenergie. „Ich habe mich sehr auf den heutigen Pressetermin gefreut“, sagte der Elektrotechnikermeister, der die Initiative lobt, weil sie den regionalen Betrieben hilft und somit eine Re-Investition für Stadt und Städteregion darstellt.

Seit Beginn des Förderprogramms wurden bereits 200 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.302 kWp und 19 solarthermische Anlagen gefördert. Fast alle wurden von Betrieben aus dem Kammerbezirk Aachen errichtet. „Wir freuen uns über die gute Resonanz des Förderprogramms“, sprach Herwartz für die Betriebe, „und bauen unsere Kapazitäten weiter aus, um die gesteigerte Nachfrage bedienen zu können“.

Jeweils eine Million Euro stehen in einem Förderprogramm für Solaranlagen und zur energetischen Gebäudesanierung bereit, insgesamt 22 Millionen Euro sind als Fördermittel in den nächsten fünf Jahren eingeplant. Dr. Markus Kremer, Beigeordneter des Dezernats für Personal, Organisation, Stadtbetrieb, Feuerwehr und Umwelt: „Die Stadt Aachen setzt ein Zeichen zur Beschleunigung des Klimaschutzes und investiert in den nächsten vier Jahren zusätzlich zu den Förderprogrammen massiv in die Sanierung eigener Liegenschaften (28 Millionen Euro für die Sanierung von Wohnungen, 22 Millionen Euro für Schulsanierungen) und in die Umstellung der Energieversorgung (Zwölf Millionen Euro für Photovoltaik-Anlagen).“ Zur Umsetzung der Maßnahmen im IKSK stehen 2021 über 5,3 Millionen Euro im städtischen Haushalt bereit. Bis 2025 steigt das jährliche Budget an, so dass zur Umsetzung des gesamten Fünf-Jahres-Maßnahmenplans rund 80,7 Millionen Euro vorgesehen sind. Für alle diese Maßnahmen werden Handwerksbetriebe benötigt. Sie sollen sich bereitmachen und gut aufstellen, um diese zunehmenden Aufträge abarbeiten zu können.

Auch die Kreishandwerkerschaft Aachen steht voll und ganz hinter der Initiative der Stadt für den Klimaschutz. Seit Gründung der Beratungsstelle altbau plus arbeiten die relevanten Innungen eng mit ihr zusammen. „Die Kreishandwerkerschaft stellt auf ihren Internetseiten die für die energetischen Verbesserungen in Frage kommenden Betriebe übersichtlich zusammen. Durch die Stichwortsuche können schnell Fachbetriebe gefunden werden“, betont Ludwig Voß, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Einen positiven Effekt bei der Beschäftigung erwartet Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen. „Die Förderprogramme unterstützen die regionale Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze in Aachen und der Region“, sagte er. Mit den Fördermitteln wird das Zehn- bis 16-Fache an Investitionen ausgelöst.“ Das Handwerk nehme für die Erreichung der Aachener Klimaschutzziele eine Schlüsselrolle ein und könne wesentlich zur Umsetzung der geförderten Maßnahmen in hochwertiger Qualität beitragen.

Info: In einer gemeinsamen Online-Veranstaltung am Donnerstag, 20. Mai, ab 17.30 Uhr, erläutern Vertreter der Stadt gemeinsam mit Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft Details zu den Förderprogrammen. Der Zugang zur Zoom-Veranstaltung kann per E-Mail angefragt werden solar@mail.aachen.de. Weitere Infos unter www.aachen.de/solar und www.altbauplus.de.